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Fachinformation für Verordnende

Unfallchirurgie

Wenn die Fraktur belastbar ist, der Alltag aber noch nicht.

Ergotherapie überträgt postoperative und posttraumatische Funktionsgewinne in Selbstversorgung, Haushalt und Beruf. Schutzvorgaben, Gewebeheilung und schrittweiser Belastungsaufbau werden dabei in konkrete Handlungen übersetzt.

Verordnungsanlässe prüfen

Rolle der Ergotherapie

Funktion nach Trauma nutzbar machen

Fraktur und Luxation

wenn Reststeife, Kraftverlust oder Schonverhalten den Gebrauch begrenzen

Sehnen-, Band- und Weichteilverletzung

wenn Belastungsstufen und Schutzvorgaben im Alltag umgesetzt werden müssen

Nervenverletzung

wenn Sensibilität, motorische Kontrolle und sichere Kompensation relevant sind

Verbrennung oder Amputation

wenn Narben, Prothesengebrauch oder veränderte Handlungsstrategien Teilhabe bestimmen

Wann sollte verordnet werden?

Wenn medizinische Freigabe noch keine Belastbarkeit bedeutet.

Eine Verordnung wird besonders relevant, wenn mindestens eine dieser Situationen konkrete Selbstständigkeit oder Teilhabe begrenzt.

01

Freigabe ohne Gebrauch

Der Patient darf belasten, setzt die Extremität in realen Tätigkeiten aber kaum ein.

02

Selbstversorgung bleibt abhängig

Waschen, Anziehen, Essen oder Haushaltsführung erfordern weiterhin Unterstützung.

03

Arbeitsanforderung wird verfehlt

Tempo, Präzision, Ausdauer oder Werkzeuggebrauch reichen für den Arbeitsplatz nicht.

04

Schmerz steuert das Verhalten

Vermeidung und Überlastung wechseln; ein nachvollziehbarer Belastungsaufbau fehlt.

Konkreter Patientennutzen

Was im Alltag wieder möglich werden kann.

Behandlungspfad

Strukturiert, zielbezogen, transparent.

Der Therapieverlauf wird an der Ausführung relevanter Aktivitäten beurteilt.

  1. 01

    Befund

    Funktion, Aktivitätsdurchführung, Kontext und bisherige Kompensation werden erfasst.

  2. 02

    Ziel

    Wenige relevante Tätigkeiten werden beobachtbar und überprüfbar formuliert.

  3. 03

    Intervention

    Verfahren, Schwierigkeit, Wiederholung und Hilfestellung folgen dem klinischen Problem.

  4. 04

    Transfer

    Strategien, Hilfsmittel und Übung werden in das tatsächliche Umfeld übertragen.

  5. 05

    Evaluation

    Fortschritt, Restgrenzen und nächste Schritte werden geprüft und zurückgemeldet.

Verfahren mit klarem Zweck

Die Methode folgt dem Problem.

Auswahl und Dosierung berücksichtigen Befund, Belastbarkeit, Risiken und das vereinbarte Aktivitätsziel.

Graduierter Belastungsaufbau

Wann?

Nach medizinischer Freigabe bei reduzierter Belastbarkeit.

Wozu?

Gewicht, Wiederholung, Dauer und Komplexität werden anhand realer Tätigkeiten systematisch gesteigert.

Funktions- und Koordinationstraining

Wann?

Wenn Bewegungsqualität oder Geschicklichkeit die Handlung limitiert.

Wozu?

Aktive Bewegung wird mit Greifen, Halten, Umsetzen und beidhändigen Abläufen verbunden.

Narben-, Ödem- und Sensibilitätsmanagement

Wann?

Bei lokalen Gewebe- oder Wahrnehmungsproblemen.

Wozu?

Maßnahmen werden auf sicheren Handgebrauch und konkrete Aktivitätsziele ausgerichtet.

Arbeitsbezogene Erprobung

Wann?

Wenn Rückkehrkriterien im Beruf unklar sind.

Wozu?

Relevante Abläufe werden simuliert und Belastungsreaktionen nachvollziehbar dokumentiert.

Illustrativer Verlauf

Vom Befund zur relevanten Handlung.

Fiktives Beispiel zur Darstellung des Vorgehens; kein Erfolgsversprechen.

01

Ausgangssituation

Nach distaler Radiusfraktur ist die knöcherne Heilung regelrecht; beidhändiges Kochen und längeres Tippen lösen jedoch rasch Beschwerden aus.

02

Therapeutischer Fokus

Dosierte Küchenhandlungen, schrittweiser Stütz- und Greifaufbau, Pausensteuerung und ergonomische Anpassung.

03

Möglicher Zielverlauf

Möglicher Verlauf: ausgewählte Haushalts- und Büroaufgaben werden in definierter Dauer selbstständig ausgeführt.

Zusammenarbeit

Was Verordnende von Lemada erwarten dürfen.

  • Priorisierte Therapieziele mit konkretem Alltagsbezug
  • Nachvollziehbare Verlaufs- und Abschlussberichte
  • Rücksprache bei relevanten Veränderungen oder Zielkonflikten
  • Befundbezogene Hilfsmittel- und Umfeldempfehlungen
  • Transparente Einschätzung erreichter Ziele und bestehender Grenzen

Evidenzorientierung

Leitlinienorientiert und zielbezogen evaluiert.

Wir berücksichtigen aktuelle fachliche Leitlinien und verbinden sie mit Befund, Kontext und dem priorisierten Aktivitätsziel. Wir formulieren keine Heil- oder Erfolgsgarantien.

Fachliche Abstimmung

Sie möchten einen konkreten Fall besprechen?

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