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Fachinformation für Verordnende

Rheumatologie

Wenn Entzündung, Schmerz und Fatigue den Alltag stärker begrenzen als der Einzelbefund.

Ergotherapie adressiert die funktionellen Folgen rheumatischer Erkrankungen: Handgebrauch, Gelenkschutz, Energieverteilung und Anpassung wiederkehrender Tätigkeiten. Ziel ist eine belastbare Balance zwischen Aktivität, Schutz und Teilhabe.

Verordnungsanlässe prüfen

Rolle der Ergotherapie

Gelenke schützen, Handeln erhalten

Entzündlich-rheumatische Erkrankung

wenn wechselnde Aktivität und strukturelle Veränderungen den Handgebrauch beeinflussen

Arthrose der Hand

wenn Kraftgriffe, Präzision und Schmerz Alltagsaufgaben begrenzen

Systemische Erkrankung mit Fatigue

wenn Energie für Selbstversorgung, Familie und Beruf nicht ausreicht

Chronischer Schmerz

wenn Vermeidung, Überlastung und Rollenverlust den Verlauf mitbestimmen

Wann sollte verordnet werden?

Wenn Schmerz, Entzündung oder Fatigue Tätigkeiten verändern.

Eine Verordnung wird besonders relevant, wenn mindestens eine dieser Situationen konkrete Selbstständigkeit oder Teilhabe begrenzt.

01

Alltag provoziert Beschwerden

Öffnen, Tragen, Schreiben oder Kochen führen wiederholt zu vermeidbarer Gelenkbelastung.

02

Hilfsmittel fehlen oder liegen ungenutzt

Entlastende Lösungen sind unbekannt oder passen nicht zur tatsächlichen Tätigkeit.

03

Fatigue wird zu spät berücksichtigt

Wichtige Aufgaben werden begonnen, aber nicht verlässlich beendet.

04

Feinmotorik geht verloren

Verschlüsse, Besteck, Körperpflege oder berufliche Präzisionsaufgaben werden schwierig.

Konkreter Patientennutzen

Was im Alltag wieder möglich werden kann.

Behandlungspfad

Strukturiert, zielbezogen, transparent.

Der Therapieverlauf wird an der Ausführung relevanter Aktivitäten beurteilt.

  1. 01

    Befund

    Funktion, Aktivitätsdurchführung, Kontext und bisherige Kompensation werden erfasst.

  2. 02

    Ziel

    Wenige relevante Tätigkeiten werden beobachtbar und überprüfbar formuliert.

  3. 03

    Intervention

    Verfahren, Schwierigkeit, Wiederholung und Hilfestellung folgen dem klinischen Problem.

  4. 04

    Transfer

    Strategien, Hilfsmittel und Übung werden in das tatsächliche Umfeld übertragen.

  5. 05

    Evaluation

    Fortschritt, Restgrenzen und nächste Schritte werden geprüft und zurückgemeldet.

Verfahren mit klarem Zweck

Die Methode folgt dem Problem.

Auswahl und Dosierung berücksichtigen Befund, Belastbarkeit, Risiken und das vereinbarte Aktivitätsziel.

Gelenkschutz in Tätigkeit

Wann?

Wenn wiederkehrende Griffe Beschwerden verstärken.

Wozu?

Kraft wird durch größere Griffe, zwei Hände, veränderte Hebel und passende Reihenfolgen reduziert.

Schienenversorgung

Wann?

Bei entsprechender Indikation zur Positionierung oder Entlastung.

Wozu?

Passform, Tragezeit, Hautkontrolle und tatsächlicher Gebrauch werden praktisch überprüft.

Hilfsmittelerprobung

Wann?

Wenn ein Gegenstand oder Ablauf unnötig hohe Anforderungen stellt.

Wozu?

Hilfsmittel werden nicht nur empfohlen, sondern an konkreten Alltagsaufgaben verglichen.

Energiemanagement und Pacing

Wann?

Bei Fatigue oder schwankender Belastbarkeit.

Wozu?

Priorisieren, Planen, Pausieren und Anpassen werden mit dem realen Wochenablauf verbunden.

Illustrativer Verlauf

Vom Befund zur relevanten Handlung.

Fiktives Beispiel zur Darstellung des Vorgehens; kein Erfolgsversprechen.

01

Ausgangssituation

Eine berufstätige Patientin mit rheumatoider Arthritis bewältigt morgens die Selbstversorgung, hat danach aber kaum Energie für Arbeit und Familie.

02

Therapeutischer Fokus

Analyse der Morgenroutine, Gelenkschutz, Hilfsmittelerprobung und neue Reihenfolge energieintensiver Aufgaben.

03

Möglicher Zielverlauf

Möglicher Verlauf: priorisierte Morgen- und Arbeitsaufgaben gelingen mit geringerem Kraftaufwand und planbareren Pausen.

Zusammenarbeit

Was Verordnende von Lemada erwarten dürfen.

  • Priorisierte Therapieziele mit konkretem Alltagsbezug
  • Nachvollziehbare Verlaufs- und Abschlussberichte
  • Rücksprache bei relevanten Veränderungen oder Zielkonflikten
  • Befundbezogene Hilfsmittel- und Umfeldempfehlungen
  • Transparente Einschätzung erreichter Ziele und bestehender Grenzen

Evidenzorientierung

Leitlinienorientiert und zielbezogen evaluiert.

Wir berücksichtigen aktuelle fachliche Leitlinien und verbinden sie mit Befund, Kontext und dem priorisierten Aktivitätsziel. Wir formulieren keine Heil- oder Erfolgsgarantien.

Fachliche Abstimmung

Sie möchten einen konkreten Fall besprechen?

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