Hand- und Armverletzung
wenn Greifen, Halten, Tragen oder Werkzeugführung arbeitsrelevant eingeschränkt sind
Fachinformation für Verordnende
Im berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren zählt nicht nur Funktion, sondern die sichere Rückkehr in konkrete Arbeitsanforderungen. Lemada erfüllt die Voraussetzungen für Behandlung und Abrechnung mit Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.
Rolle der Ergotherapie
wenn Greifen, Halten, Tragen oder Werkzeugführung arbeitsrelevant eingeschränkt sind
wenn Sensibilität, Schutz und feinmotorische Anforderungen zusammenkommen
wenn Motorik, Kognition oder Handlungsplanung die berufliche Ausführung begrenzen
wenn Narben, Hilfsmittel oder veränderte Arbeitsstrategien erforderlich sind
Wann sollte verordnet werden?
Eine Verordnung wird besonders relevant, wenn mindestens eine dieser Situationen konkrete Selbstständigkeit oder Teilhabe begrenzt.
Messwerte verbessern sich, die konkrete Kerntätigkeit wurde aber noch nicht geprüft.
Wiederholungen, Tempo oder Schichtdauer führen zu nicht ausreichend geklärten Reaktionen.
Sensibilitätsverlust, Koordinationsproblem oder kognitive Einschränkung gefährden Arbeitsabläufe.
Anforderungen, aktuelle Fähigkeit und sinnvolle Steigerung sind nicht klar aufeinander bezogen.
Konkreter Patientennutzen
Behandlungspfad
Der Therapieverlauf wird an der Ausführung relevanter Aktivitäten beurteilt.
Funktion, Aktivitätsdurchführung, Kontext und bisherige Kompensation werden erfasst.
Wenige relevante Tätigkeiten werden beobachtbar und überprüfbar formuliert.
Verfahren, Schwierigkeit, Wiederholung und Hilfestellung folgen dem klinischen Problem.
Strategien, Hilfsmittel und Übung werden in das tatsächliche Umfeld übertragen.
Fortschritt, Restgrenzen und nächste Schritte werden geprüft und zurückgemeldet.
Verfahren mit klarem Zweck
Auswahl und Dosierung berücksichtigen Befund, Belastbarkeit, Risiken und das vereinbarte Aktivitätsziel.
Wenn berufliche Kerntätigkeiten therapeutisch abbildbar sind.
Wozu?Greifen, Montieren, Tragen oder Schreiben werden mit realistischen Parametern erprobt.
Wenn die nächste Rehabilitationsstufe vorbereitet wird.
Wozu?Dauer, Wiederholung, Gewicht, Präzision und Reaktion werden strukturiert festgehalten.
Bei Einschränkungen von Kontrolle, Sensibilität oder beidhändigem Arbeiten.
Wozu?Übungsbedingungen orientieren sich an den Sicherheits- und Qualitätsanforderungen der Tätigkeit.
Wenn veränderte Griffe oder Abläufe Arbeit ermöglichen können.
Wozu?Mögliche Anpassungen werden praktisch erprobt und mit den Beteiligten abgestimmt.
Illustrativer Verlauf
Fiktives Beispiel zur Darstellung des Vorgehens; kein Erfolgsversprechen.
Nach Sehnenverletzung erreicht ein Monteur gute Einzelbeweglichkeit, kann Werkzeug aber weder lange noch ausreichend präzise führen.
Simulation typischer Griffe, dosierter Wiederholungsaufbau, beidhändige Abläufe und dokumentierte Belastungsreaktion.
Möglicher Verlauf: definierte Arbeitssequenzen werden sicherer und länger ausgeführt; Restgrenzen werden transparent berichtet.
Zusammenarbeit
Lemada erfüllt die Anforderungen für Behandlung und Abrechnung mit Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.
Evidenzorientierung
Wir berücksichtigen aktuelle fachliche Leitlinien und verbinden sie mit Befund, Kontext und dem priorisierten Aktivitätsziel. Wir formulieren keine Heil- oder Erfolgsgarantien.