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Fachinformation für Verordnende

Kliniken & Entlassmanagement

Damit Entlassung nicht zum Abbruch des Behandlungspfads wird.

Ambulante Ergotherapie übernimmt klar definierte Aktivitätsziele aus Akutklinik und Rehabilitation und prüft sie im häuslichen Alltag. Frühzeitige Informationen zu Funktion, Hilfsmitteln und Unterstützungsbedarf reduzieren Reibungsverluste beim Übergang.

Verordnungsanlässe prüfen

Rolle der Ergotherapie

Therapiekontinuität nach der Entlassung

Neurologisches Akutereignis

wenn Arm-Hand-Funktion, Kognition oder Selbstversorgung weiterbehandelt werden müssen

Operation oder Unfallfolge

wenn Funktionsaufbau und Schutzvorgaben ambulant fortzuführen sind

Geriatrischer Verlauf

wenn häusliche Sicherheit, Hilfsmittel und Angehörigenhilfe zusammen geplant werden müssen

Psychiatrische Behandlung

wenn Tagesstruktur und konkrete Rollen nach stationärer Stabilisierung wiederaufgebaut werden sollen

Wann sollte verordnet werden?

Wenn der Übergang nach Hause gezielte Weiterbehandlung braucht.

Eine Verordnung wird besonders relevant, wenn mindestens eine dieser Situationen konkrete Selbstständigkeit oder Teilhabe begrenzt.

01

Ziele sind nicht operationalisiert

Der Entlassbericht nennt Defizite, aber keine priorisierte Alltagshandlung.

02

Hilfsmittel sind nicht alltagstauglich

Versorgung ist vorhanden, Nutzung im häuslichen Umfeld aber ungeklärt.

03

Angehörige kennen ihre Rolle nicht

Unterstützung, Beaufsichtigung und Selbstständigkeit sind nicht abgestimmt.

04

Therapiebeginn verzögert sich

Verordnung, Ansprechpartner oder relevante Unterlagen fehlen beim Übergang.

Konkreter Patientennutzen

Was im Alltag wieder möglich werden kann.

Behandlungspfad

Strukturiert, zielbezogen, transparent.

Der Therapieverlauf wird an der Ausführung relevanter Aktivitäten beurteilt.

  1. 01

    Befund

    Funktion, Aktivitätsdurchführung, Kontext und bisherige Kompensation werden erfasst.

  2. 02

    Ziel

    Wenige relevante Tätigkeiten werden beobachtbar und überprüfbar formuliert.

  3. 03

    Intervention

    Verfahren, Schwierigkeit, Wiederholung und Hilfestellung folgen dem klinischen Problem.

  4. 04

    Transfer

    Strategien, Hilfsmittel und Übung werden in das tatsächliche Umfeld übertragen.

  5. 05

    Evaluation

    Fortschritt, Restgrenzen und nächste Schritte werden geprüft und zurückgemeldet.

Verfahren mit klarem Zweck

Die Methode folgt dem Problem.

Auswahl und Dosierung berücksichtigen Befund, Belastbarkeit, Risiken und das vereinbarte Aktivitätsziel.

Strukturierte Übernahme

Wann?

Bei Entlassung mit weiterem ergotherapeutischem Bedarf.

Wozu?

Vorbefunde, Schutzvorgaben, Hilfsmittel und priorisierte Ziele werden in einen ambulanten Arbeitsauftrag übersetzt.

Alltagserprobung

Wann?

Wenn Klinikleistung und häusliche Ausführung auseinanderfallen können.

Wozu?

Relevante Tätigkeiten werden unter den realen räumlichen und sozialen Bedingungen geprüft.

Hilfsmittel- und Umfeldcheck

Wann?

Bei neuer Versorgung oder verändertem Unterstützungsbedarf.

Wozu?

Passung, sichere Nutzung und notwendige Anpassungen werden zeitnah beurteilt.

Angehörigenanleitung

Wann?

Wenn Versorgung zu Hause von informeller Hilfe abhängt.

Wozu?

Konkrete Handgriffe, Hilfen und Warnzeichen werden verständlich abgestimmt.

Illustrativer Verlauf

Vom Befund zur relevanten Handlung.

Fiktives Beispiel zur Darstellung des Vorgehens; kein Erfolgsversprechen.

01

Ausgangssituation

Nach neurologischer Rehabilitation wird ein Patient mit Duschhilfe und Wochenplan entlassen; zu Hause werden beide nicht genutzt und die Ehefrau übernimmt vollständig.

02

Therapeutischer Fokus

Frühe Alltagserprobung, Anpassung der Hilfsmittelposition, vereinfachter Plan und konkrete Anleitung der Ehefrau.

03

Möglicher Zielverlauf

Möglicher Verlauf: ausgewählte Selbstversorgungsanteile werden zu Hause mit klar begrenzter Hilfe übernommen.

Zusammenarbeit

Was Verordnende von Lemada erwarten dürfen.

  • Priorisierte Therapieziele mit konkretem Alltagsbezug
  • Nachvollziehbare Verlaufs- und Abschlussberichte
  • Rücksprache bei relevanten Veränderungen oder Zielkonflikten
  • Befundbezogene Hilfsmittel- und Umfeldempfehlungen
  • Transparente Einschätzung erreichter Ziele und bestehender Grenzen

Evidenzorientierung

Leitlinienorientiert und zielbezogen evaluiert.

Wir berücksichtigen aktuelle fachliche Leitlinien und verbinden sie mit Befund, Kontext und dem priorisierten Aktivitätsziel. Wir formulieren keine Heil- oder Erfolgsgarantien.

Fachliche Abstimmung

Sie möchten einen konkreten Fall besprechen?

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